Die Hunde im Team

Während des laufens hat jeder Hund an jeder Position im Team seine eigene Aufgabe.

Die Leader (Leithunde),

laufen nicht nur vorne und führen das Team an, sie sind auch mein verlängerter Arm ins Team. Die Leader bekommen von mir die Kommandos für den Richtungswechsel sowie für den Geschwindikeitswechsel. Desweiteren müssen die Leader mental stark sein und den Druck der hinter ihnen laufenden Hunde "wegarbeiten", indem sie Tempo machen und die Zugleine immer ausziehen. Darüber hinaus sind die Leader dafür zuständig, dass die Kurven nicht zu eng gefahren werden, damit das nachfolgende Team gut durchkommt. Weiterhin haben die Leader die Aufgabe den Trail zu finden, bzw. auf dem Trail zu bleiben. Ein guter Leader ist immer aufmerksam, auch in extremer Situation und agiert, korrigiert durch den Musher (Schlittenhundeführer), selbstständig. Die Aufgaben der Leader sind sehr vielfältig und es gibt nur wenige wirklich gute Leader. Ein Leader wird nicht gemacht oder erzogen, ein guter Leader wird geboren.

Die Swing-Dogs,

nennt man die Hunde hinter den Leadern. ihre Aufgabe ist es die Leader zu unterstützen und auch läuferisch Druck auf sie auszuüben, damit die Leader die Zugleine ausziehen und das Gespann gestreckt wird. Bei sehr grossen Teams auf extrem langen Strecken bedient man sich auch eines zusätzliche Leaderpaares, so kann man bei Ermüdung der in Front laufenden Leader diese gegen die Swing-Dogs wechseln.

Team-Dogs,

heissen die Hunde die mitten im Team arbeiten. Ihre Aufgabe ich zuerst einmal die Zugarbeit, wie alle anderen Hunden auch, zu verrichten. Darüber hinaus dürfen sie in Kurven nicht nach innen laufen (abkürzen, Kurven schneiden), sondern müssen lernen in der Spur der voran laufenden Hunden zu bleiben. Das erfordert sicherlich einiges an Disziplin der Hunde. Im Team beginnen alle Hunde mit ihrer Arbeit als Schlittenhund, bis sich zeigt welcher Hund für welche Arbeit heraussticht, oder gefördet werden muss/kann. Auch laufen hier Hunde die als "Reserve" für andere Positionen vorgesehen sind.

Die Wheel-Dogs,

das sind die Hunde ganz hinten im Team und direkt vor dem Schlitten. Diese Hunde werden gerne mal als nicht so intelligent aber bärenstark betitelt. Das ist allerdings völlig falsch. Ein Wheel-Dog muss einiges an Intelligenz, Kraft und mentale Stärke mitbringen. Intelligenz, weil er vorrausschauend agieren muss, indem er den Schlitten solange geradeaus weiterzieht, damit die Kurve gut ausgefahren werden kann und die ganze Sache nicht neben dem Trail im Tiefschnee endet. Ein Wheel-Dog benötigt einiges an Kraft, da er gelegentlich den Schlitten aus tiefen Schnee heraus anziehen, ihn das letzte Stück über grössere Bodenwellen hinweg ziehen und dann und wann mal um enge Kurven ziehen muss.Die mentale Stärke braucht der Wheel-Dog, weil er der erste Hund ist, der meine Fahrfehler abbekommt. Es ruckt und zerrt häufig an der Zugleine und der Wheel-Dog darf sich daruch nicht aus der Ruhe bringen lassen. Er muss immer in der Lage sein seine Arbeit zu verrichten. Dazu kommt noch, dass die Arbeit als Wheeler ein recht schmutzige Arbeit ist. Den ganzen hochgeschleuderten Dreck der vor ihm laufenden Hunde fängt sich der Wheeler ein. Es gibt kein Ausweichen, er muss es hinnehmen. Wheel-Dogs beeindrucken mich genauso wie Lead-Dogs.

Wenn alle Dinge zusammen passen und alle Hunde gut aufeinander eingestellt sind, dann hat man ein gut funktionierendes Team……Eine echte Herausforderung an der man ständig arbeiten und feilen muss……